Schlagwort-Archive: Gentrifikation

was mit Baukrahn

Als ich damals anno Y2K Einwohner der Hauptstadt wurde, gab es hier bei uns im Friedrichshainer Samariterviertel sieben Brachflächen – allesamt Grundstücke, deren Wohnhäuser im Zweiten Weltkrieg weggebomt worden waren. Knapp 15 Jahre später nun rollt der Bagger auf der letzten dieser wilden Grünflächen. Bäume weg, Suffi-Bänke weg. Bald gibt’s hier einen weiteren hyppschen Neubau. Die Schweine!

Doch es regt sich krasser Cyber-Widerstand. (Ist das neue Rechtschreibung? Oder sowas wie Rot Speak?)

Aktueller Blick from da Balkon:

20150106-082243-Kiezbrache

20141216-120050-Kiezbrache

 

Und vor einer Weile sah es noch so aus:

20110429-181423-Kiezbrache

20110429-181356-Kiezbrache

20110429-181434-Kiezbrache

20110429-181937-Kiezbrache

20110429-182142-Kiezbrache

20110429-182213-Kiezbrache

  • http://www.friedrichshain-magazin.de/archiv/fh-1-01/text06.html

Auch Punka lieben Blumen

Echt?

PoserPhone Impressionen vom letztsamstäglichen Schlenderwalk to the kombinierte farewell slash Flohmarkt Grillparty of @furorisierende und @keyboardsurfer. Schöner Nachmittag wenn auch leider die Potsdamer Android Hood AKA Schtief und Sippe verpasst. Und ausserdem wollte ich so gern das Chromebook! :)

Oh schau, some #sope Strassenkunst:

Wiederhole mich: ein bisschen Gentrifikation täte Teilen der Rigaer Strasse ja nicht schlecht … Gedanken, die aufpoppen, wenn die Kids dort fast in Hundescheisse und Wodka-Pullen-Scherben. reinstolpern. Man bzw.  Baugruppe muss es ja nicht gleich übertreiben so wie drüben aufm Gelände der ehemaligen Hausnummer 22:

(Nein, nicht mein Kaffeebecher.)

(Nein, nicht mein Kaffeebecher.)

mal schön den Hauseingang verhunzt

Berlin / Friedrichshain / Samariterviertel – das ist unser Kiez, da befindet sich auch Moellus HQ. Mitten in der Mitte die 1894 von der damaligen Kaiserin AKA „Kirchenguste“ eingeweihte Samariterkirche („Ej hier gottlose Unterschicht, habta ein hyppsches Gotteshaus, geht mal wieder beten! #kthxbye“) und ringsherum praktische Wohneinheiten fürs damalige analoge und heutige digitale Proletenpack. Mission Sanierungsgebiet wurde 2008 für accomplished erklärt, zur Zeit werden noch die letzten anglo-amerikanischen Bomberlücken von mal mehr und mal weniger protzigen Gentrifizierungsbauten geschlossen. (Es werden noch Wetten angenommen, wann die grüne Lunge direkt uns gegenüber zubetoniert wird. Glaube, ich hab da lieber die lokalen Piwo-Penner auf ihren Bänken als noch eine Panamera-Cluster-Hausgemeinschaft.)

Und neulich jedenfalls hatte ich da mal ein schönes Bausündchen im Bilde festgehalten: Antike Bodenfliessen meeten real-existierendes Gitterrost-in-Beton-Ensemble – die Städtebau-Experten unter euch mögen mich da gern korrigieren.

Sieht scheisse aus, ist aber nice authentisch. Sowas müsst auch ihr knipsen, solange es noch geht! #hausaufgabe

  • http://de.wikipedia.org/wiki/Auguste_Viktoria_von_Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg#Kaiserin
  • http://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/verwaltung/org/stadterneuerung/san_sg03.html

 

East Side Gallery

Brommybrücke
Von Hermann Rückwardt – scan, Gemeinfrei, Link

Situation gestern Abend war ja die: hatte mich gerade contra Stullen-schmieren-zu-später-Stunde und somit pro-Bemmen-Frische-inna-POS-Fietscha entschieden, öffnete eines der letzten Geburtstags-Piwos (Der Beck’s Kasten bringt bisschen jugendliches WG-Chaos-Flair in unsere Küche.) von vor knapp zwei Wochen (Alter, wie die Tempus fugitten tut!) und schlenderte – gezwungenermassen because of the dato erbärmlichen Akku-Füllstandes of the SwapBook Pro – in den heimischen Salon.

Noch bisschen am Piwo rumgenippt, im Internetz rumgelesen und mit extakt ausreichender Aufmerksamkeit selbige der rbb Abendschau (Wiederholungs-Edition) geschenkt. Und nach CeBIT (Oh no! – Das Wort „Shareconomy“ ist ja schon jetze nerviger als „New Economy“ damals, oder?), neuester BER Posse (Der Bender mag nicht – vermutlich eine kluge Entscheidung.) und zwischendurch hingezapptem Kuttner-Interviewchen by Guse dann schliesslich: Nachrichtenverlesungspunkt #eastsidegallery – und nun genug der Worte, lest einfach meine Rage, OKee?

Silvio-Meier-Demo vorm Balkon

20121125-140714_erinnern-heisst-kaempfenAntifaschistischer Nachtrag zum Wochenende: keine – wie zunächst vermutet – olle Kneipen-Böllerei oben beim Schnitzel-Haus, sondern eine korrekte Demo direkt vorm Balkon. Und nicht wie alle paar Monate mal ein leicht zu übersehender Protestzug rund um die Villa Felix, sondern ein echter Aufmarsch mit gefühlt 1000 Leuten (Es waren dann tatsächlich 5000!) durch Friedrichshain.

Ich habe den Kids versucht zu erklären, weshalb dort unten zwischen Drachenspielplatz und Backwaren-Kombinat so viele Menschen demonstrierend vorbeiziehen, wieso Faschisten dumme Menschen sind, und dass Silvio Meier vor genau 20 Jahren in „unserer“ U-Bahn-Station Samariterstrasse ums Leben kam.

Naja, da stehste dann jedenfalls da mit deinen Erklärungsversuchen.

<flashback>Vor 20 Jahren war Berlin (also nicht das Wochenend-Besuchs-Berlin) noch ziemlich weit Weg. Das mit der Mainzer Strasse hatte auch ich gehört und dank EOS-Bekanntschaft (Potsdamer Hausbestzerszene, Alter!) nicht ganz unten in irgendeiner Neben-Synapse abgelegt.</flashback>

ein paar PoserPhone Fotos:

20121124-164605_silvio-meier-demo

20121124-164949_silvio-meier-demo

20121124-165036_silvio-meier-demo

20121124-165226_silvio-meier-demo

Und wer genau hinschaut, entdeckt vielleicht auch Gesine Linke Lötzsch.

Am Sonntag habe ich diese hyppsche Gentrifikations-Information am Eingang der Mietskaserne entdeckt:

20121125-133044_gentrification-info

Hä, Bambiland? Ein Blick in die linke Internetz-Presse verrät: „reclaim the gardens“ und so (siehe hier). Ahso, Kunst und Hundekacke also. Das ist aber auch schon wieder paar Jahre her. Nun soll alles schön spiessig und mehr oder weniger unbezahlbar werden. Rigaer Strasse 22 – bald in hyppsch und optional mit Tiefgarage.

Du bist München – auch bei uns im Kiez. Und ich sag es immer wieder: Lichtenberg is the new Friedrichshain – mal abgesehen von der Villa Felix natürlich.

 

Raspberry Pi, Gentrifikation, Heidekrautbahn, Ramelow und thin.gs

Man will ja nicht schon wieder über den Sommer meckern. Also ertrage ich das Rumgeschwitze in der Bude am späten Abend und freue mich auf das Wochenende voller (angekündigter) Gewitter. Musste ja heute wider Erwarten doch nicht ins Office schwimmen. Stattdessen in der Frühe (hoho!) erst mal zum MINOL-Pirol geknattert und Kraftstoff reingekippt. Und dann war da auch wieder diese “Tagtraum” Experience, die jedes mal macht, dass ich mich im Trip nach Norge wähne. Karre vollgepackt, Tunnelblick-esques Setup und bisschen Schiss, die Fähre in Puttgarden zu verpassen. Ihr kennt das. 23 West-Euro, #4sq Eintschekkung, bisschen Dreck am Tankdeckel abgefummelt, und dann mit absichtlich Umweg (habe die ersten Kilometer auf norwegischem Boden simuliert) Richtung Rotherstrasse. Gestern auf Klo fiel mir wieder ein, dass ich doch gern so ne verschissene Helm-Kamera hätte. #rtm

Apropos Office: drei krasse Sachen, die erwähnenswerter Weise ins Internetz rein müssen:

1. Air Tracking. Der Azubi, der nun kein Azubi mehr ist, hatte sich das Projekt Cookie Tracking via Flug-Device auf die Fahnen geschrieben. Kann aber auch sein, dass er es – so wie die restliche Besatzung der #geeklounge – einfach nerdig fand, mit dem Teil durch die Targeting-Hallen zu flugwandeln. Habe ein paar unboxing Bildas – tolles Video vom Flug kommt erst, wenn der Looping im Hof richtig sitzt.

2. Raspberry Pi. Diese Angelegenheit hätte aus SEO-Gründen (Reichweite durch Nerd-Themen! #harhar) ja eigentlich in einen dediziertes Artikelchen gehört, aber naja. #tempusfugit Jeeeedenfalls: Kollege von genau gegenüber konnte bereits neulich mit so einem Minimalst-PC protzen – und nicht nur das, sondern auch mal demonstrieren, wo die Kreditkarten-Size-Rechner-Harke hängt. XBMC in Action fietschering US-amerikanische Nörd-Sitcom-Folge – da war es um mich geschehen – ich muss sowas auch haben! Bitte beachten sie das entsprechende Bildmaterial:

  

3. Data Days 2012. Die kuhlste Targeting Butze from the World (Disclaimer: Die zahlen meine Miete.) veranstaltet im Herbst eine hippes Event bestehend aus Plauder-Data-Konferenz und – Achtung, @maxheadroom and all the other #nbt Tüpen out there! – Startup-Wettbewerb im Daten-Kontext: geile Data-Geschäftsidee vorstellen, abräumen und dann mit und für das nugg.ad Eco-System was bauen und berühmt werden. Dieses Inkubator-Dingsbums erinnert mich ja ganz stark an das Internetz-Berlin um die Jahrtausendwende … kennt noch jemand berlincubator? Ich klebte an deren Blog! #yrre

Auch schon wieder ne Weile her: Nachdem ich sämtliche Massnahmen des postalischen Klassenkampfes vertrödelt hatte, was es mir immerhin ein ausserordentlicher Genuss, die Gratis BILD explizit in den Müll zu werfen, denn da gehört das Drecksblatt hin.

Eine gute Gelegenheit, sich über das Thema Gentrifikation auch ausserhalb der Twitter-Blase mal seine Gedanken zu machen, sind ja mitunter Umzüge von Leuten in der Nähe. #fhain Konkret: Bekannte von uns sind neulich aus ihrer 80-qm-Mietbude raus und ins hyppsche Reihenhaus ein paar hundert Meter weiter rein. Über Geschmack lässt sich streiten, und ein bisschen Truman-Show-esque isses ja schon, wenn pünktlich 1800 Uhr die IT-Vatis ihre Gartenschläuche mounten und gemeinsam die paar grünen Quadratmeter benetzen (Wasser, denn Internetz gibt’s da nördlicher der Eldeneaer Strasse erst in ein paar Monaten – in wiederholten Worten: in ein paar Monaten!). Soll ja jeder (jeder, der die 300 Kilo-Euro investieren mag *hust*) machen, wie er mag. Was mir nur daran zu denken gab, war der Umstand, dass die verschissene 80-qm-Bude mal gleich 200 Euro teuer wurde. Die gleiche Wohnung. Leistung muss sich wieder lohnen. Oder so. (Habta mal die Preise des Projektes in der Dolziger Strasse getschekkt? Macht mal.)

    

Ausflugstip: mal fix nach Wandlitz zum Eis essen, Eigenheime ankieken oder in den See hypfen, geht sehr entspannt mit der sogenannten Heidekrautbahn. Hatten am vergangenen Wochenende mal die Strecke Karow – Wandlitzsee ausprobiert, ich pathte auch ein wenig darüber. Tip für die Geekdads: für die multimediale Experience während der Fahrt optimalerweise ein paar Kopphöra mit 3,5 mm Standard-Klinke dabei haben, denn die Sitze der von der NEB bewirtschafteten Triebwagen sind mit FM ausgestattet – die Kids waren begeistert.

   

Die Twitter-Battle Ponader vs. Ramelow bewegt mich schon, aber allein das war noch kein Grund, an dieser Stelle einen Politik-Textbaustein zu manifestieren. Dieser Gedanke kam mir dann erst heute Abend beim facking Spülmaschine ausräumen, als ich auf dieses exzellente Artikelchen auf dem Kommunisten- und SED-Nachfolgepartei-Blog (#harhar) stiess. Sogar der Lauer fand den gut, könnt ihr euch also auch mal reinziehen. (Ja, “Mathematik ist scheisse, lass uns Shoppen gehen” … trotzdem.)

Kurze Internetz-Schau noch:

moped. Dieses Enhanced weil Massive Direct Messaging mit ohne 140 Zeichen Limit Dingsbums Startup from Berlin #funzt. Ich bin bemüht, es mindestens 1x täglich zu benutzen. Im Twitter-Kontext kommt es ein wenig wie das Path im Facebook-Kontext daher. Ihr wisst, was ich meine.

Fratzenfibel. Heute vernommen, dass es wohl erstmals weniger aktive Facebook-Nutzer in BRD gibt. Was ist los? Zenit-Überschreitung? Irgendwann muss es doch mal ne Sättigung geben. Und ich glaube sogar sehr daran, wenn ich im Bekanntenkreis immer wieder auf Individuen stosse, die sich hartnäckig gegen Fratzenfibel-Anschluss und Smartphonisierung sträuben. Immer wieder #wunder, oft auch #aechz – ich dann so.

thin.gs Ebenfalls heute bekam ich auf abenteuerliche Art und Weise irgendwie die Ur-Alpha dieses neuen Dingsbums auf mein PoserPhone installiert und praiste auch scho ein wenig herum. Worum geht’s? Um Things eben. Nicht ganz neu, mir fallen da spontan StampIt und Want! ein. Aber hej, @pixelsebi hat’s sich ausgedacht und nun wollen wir mal sehen, was draus wird. Wer auch nicht wusste, für welchen Zipfel der Welt die TLD .gs steht, darf weiterlesen: Süd-Georgien bzw. korrekt South Georgia and the South Sandwich Islands Was es nicht alles gibt.

Und dann noch mal der Ex-Ossi-Chef: Wie er seinen Net-Shit von einer Hetzner-Karre auf die andere (mehr Malochespeicher für alle!) geschaufelt bekommt, beschreibt er hier. Aber Achtung, ist was mit LVM und so. :)

  • http://venturevillage.eu/nugg-ad-incubator
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Heidekrautbahn
  • http://blog.die-linke.de/digitalelinke/piraten-als-noch-nicht-partei-ein-lehrstuck-2/
  • http://en.wikipedia.org/wiki/South_Georgia_and_the_South_Sandwich_Islands