Alles wird offener. Punkt.

Na gut, nun haben sie den schillernden Assange also in London verhaftet.

Ich habe keinen Bock, mich ausführlich zu diesem ganzen Theater zu äussern – das machen andere besser. :) Nur soviel: Es nervt, es ist lustig und es ist spannend zugleich.

Es nervt mich extremst, wenn eine deutsche Hetzner AG einen auf Wir-dulden-keine-Wikileaks-Spiegel-Schisserei macht, es macht mich sauer zu sehen, wie der profe Amazon-Wolken-Laden vor irgendwelchen rechten US-Assholes kuscht (und im selben Moment seinen Kunden Brot-und-Spiele-mässig ein neus und kostenloses Cloud-Fietscha spendiert – sicher nur Zufall).

OPENIch amüsiere mich dann aber gleichermassen über die Vorstellung, dass man Sachen wie Wikileaks irgendwie durch Verbote oder technisches Sperr-Hintergerenne eindämmen könnte. Vorgestern wurde initial zum wikileaks.ch mass-mirroring aufgerufen, aktuell haben wir so um die Tausend Mirror. Der oberste pakistanische Gerichtshof kam zu der Einsicht „Wir müssen die Wahrheit ertragen, egal wie schädlich sie sein mag.“ – diesen Satz sollten mal ein paar mehr Leute kapieren.

Und ich habe gerade diesen Steingrau-Artikel gelesen, dem ich ganz dolle zustimmen kann – weil er über die Wikileaks-Geschichte hinausgeht: Stimmt – alles wird anders, alles wird offen. Zwei Beispiele dafür sind Google Street View und Wikileaks – das peinliche german Theater um Google Street View und dieser junge Cyber-Konflikt (ja, das geht erst alles richtig los und ja, ich mag endlich mal die Verwendung von ‚cyber‘ – vorher was alles mit ‚cyber‘ irgendwie … naja … ein bisschen albern.) – beide Dinge zeigen, wohin es geht: Der internationale Rechnerverbund macht endlich das möglich, was sein soll: Informationen von allen für alle. Sowas lässt sich albern bekämpfen, verhindern lassen wird es sich nicht. Der Internet-Bediener Mensch wird damit leben können oder besser gesagt dürfen. Das mit dem Furcht einflössenden Dampfross haben wir ja auch überlebt.

So, #tasskaff :)